An diesem Mittwoch, dem 6. Dezember 2017, trifft das Aktenfoto des Verdächtigen der russischen Internetkriminalität, Alexander Vinnik, beim Obersten Gerichtshof Griechenlands in Athen ein. Der griechische Justizminister hat am Freitag, den 20. Dezember 2019, einen Beschluss unterzeichnet, wonach der Bitcoin-Betrugsverdächtige Alexander Vinnik nach Frankreich ausgeliefert werden soll. Damit ist ein internationaler Rechtsstreit um den ehemaligen russischen Kryptowährungs-Handelsplattformbetreiber abgeschlossen.

Auch seine russische Heimat will ihn vor Gericht stellen

Französische Beamte haben vorläufige Anklage wegen Geldwäsche und Erpressung gegen den russischen Bitcoin Code Betrugsverdächtigen Alexander Vinnik erhoben, der sich in einem Rechtsstreit mit mehreren Ländern befindet.

Die Vereinigten Staaten wollen Vinnik auch strafrechtlich verfolgen und ihn beschuldigen, Milliarden von Dollar über BTC-e, einen der weltweit größten digitalen Devisenbörsen, gewaschen zu haben.

Der 39-jährige Vinnik wurde im Sommer 2017 auf Ersuchen der US-Behörden während eines Familienurlaubs in Nordgriechenland festgenommen. Laut Vinnik war er als technischer Berater für die BTC-e-Plattform tätig und hatte keine Kenntnis von illegalen Aktivitäten.

Nach einem zweijährigen legalen Tauziehen wurde Vinnik am Donnerstag von Griechenland nach Frankreich ausgeliefert und laut einem französischen Justizbeamten sofort von Ermittlungsrichtern befragt.

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Die Richter gaben ihm Vorwürfe wegen Erpressung, Geldwäsche und organisierter Kriminalität, teilte der Beamte am Freitag mit

Vorläufige Anklagen gewähren den Richtern weitere Untersuchungszeit. Vinnik wird in der Zwischenzeit in Haft bleiben.

Vinnik bestreitet Fehlverhalten und war 35 Tage im Hungerstreik, um gegen seine Auslieferung an Frankreich zu protestieren. Er wollte stattdessen nach Russland, wo er weniger angeklagt ist.

Die griechische Anwältin von Vinnik, Zoi Konstandopoulou, sagte, ihre Klientin sei bei ihrer Ankunft in Frankreich wegen des Hungerstreiks ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der französische Anwalt von Vinnik reagierte nicht auf Anfragen nach Kommentaren.

Die griechischen Behörden entschieden, dass Winnik zuerst an Frankreich, dann an die USA und schließlich an Russland ausgeliefert werden sollte.